Es ist vielleicht verwunderlich, einem solchen emotionalen Kapitel einen solchen technischen
Namen zu geben. Andererseits spiegelte es perfekt die Perversität Prokyltas und Hyne wieder. Egal, wie viele Menschen sterben oder benutzt
werden, sie benutzen einen technischen begriff und katalogisieren alles. Diese bloße Einordnung von menschlichen Gefühlen ist etwas, was mich
persönlich immer wieder aufregt. Mir geht dieser ganze dämliche Interpretationskauderwelsch oft auf den Keks. Wenn man versucht, Kreativität
auf eine Formel zu reduzieren, ist das für mich eines der dümmsten Sachen, die man machen. Solche Leute haben meist keine Ahnung vom
eigentlichen Schreiben. Mein Hass auf eine solche Rationalität spiegelt sich oft in Prokyltas Methoden nieder. Im nächsten Kapitel wird man
erfahren, dass sie versucht hat, mit mehreren Computern die Wahrheit zu errechnen.
Ansonsten ist das Kapitel ungewöhnlich brutal. Für mich war das absolut notwendig. Von Anfang an, hatte AT den Hang zum düsteren. Das hier
ist der Supergau. Das Naive wird hier endgültig zerstört.
Die Schlusssgespräche mit Edea sind für mich der eigentliche Höhepunkt der
Story. Bevor sich alles verändert, sollte über alle bisherigen Ereignisse aus FF8 und aus AT ein Resümee gezogen werden. Wir konzentrieren
uns hier auf Squall, nachdem das Kapitel davor sich auf Rinoa konzentriert hat. Erst danach ist Squall und der Leser bereit, Rinoa
wiederzusehen. Und, wie wir feststellen, hat sie sich verändert. Sie ist nun fast zu einer Kriegerin geworden, führt ein mächtiges Schwert
und trägt eine schwarze Bekleidung. Ich wollte auch gerade mit ihrem Auftritt am Ende schon zeigen, dass sie wesentlich stärker wirkt, als
Squall. Ein Konflikt, der in den folgenden Kapiteln immer wieder zum Ausdruck kommt.
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