Wie immer ein Kapitel, von
dessen Plot ich anfangs nicht begeistert war. 6 ist im Vergleich zu
meinen anderen Kapiteln etwas ruhiger im Bezug auf Action- und Kampfszenen.
Es beginnt im Prinzip dort wo 5 aufgehört hat. Squall ist im ganzen
Kapitel über sehr erschöpft. Ich konnte mich in ihm diesmal besonders
gut hineinversetzen, weil ich dieses Gefühl nur allzu gut kenne: Es
ist 6 Uhr abends. Du hast 12 anstrengende Stunden in der Schule verbracht.
Dein Kopf tut weh. Du hast Hunger. Es wird dunkel und kühl und Regentropfen
beginnen vom Himmel zu fallen. Du sitzt fix und fertig auf einer Sitzbank
und wartest, dass endlich der Bus kommt um wenigstens mal für eine
halbe Stunde auf den mehr oder weniger bequemen Stühlen ein bisschen
zu schlafen... Ein schrecklicher Zustand; wie eine wandernde Leiche
hinkt man nach Hause, um endlich schlafen gehen zu können. So ähnlich
geht es hier Squall. Er ist müde und erschöpft und seine Sehnsucht
nach Rinoa wird immer größer. Wie sehr wünscht er sich, mit ihr zusammen
irgendwo gemütlich in Balamb rumzuhängen.
In diesem Kapitel spielen Türen eine besondere Rolle. Hinter ihnen
verbirgt sich die Wahrheit, der man nicht immer ins Auge sehen möchte.
Squall war jedesmal aufgeregt, wenn er eine Tür öffnete. Ist Rinoa
dahinter? Lauert hier eine böse Überraschung? Oder bleibt alles so
wie es ist? Obwohl er bis zum Ende des Kapitels die Hoffnung nie aufgab,
konnte Squall Rinoa nicht finden (sie war aber ohnehin bei Edea, wäre
also unmöglich gewesen). Aber wichtig ist, dass Squall stets bereit
war, die Tatsachen zu konfrontieren und nicht vor ihnen weg zu laufen.
In der Tat ein Beispiel, dem man folgen sollte...
(c) 2003 - 2010 :: "Aomes Trianirea" ist geistiges
Eigentum der AT-Autoren.