FFVIII: Aomes Trianirea - Autoren-Logbuch

Log zu Kapitel 3 und 4

Die Nacht, die alles veränderte / Nichts ist so, wie es scheint

verfasst von MfLuder

Eigentlich ein Kapitel, doch da das Kapitel dann sehr lang geworden wäre, habe ich es zweigeteilt.

Für mich ist dieser Zweiteiler etwas ganz besonderes. Wir konzentrieren uns hier wieder ganz auf die Suche Rinoas, nachdem wir im zweiten Kapitel einen wichtiges Element für die Hintergrundstory eingeführt haben.
Für mich geht es in diesem Kapitel nicht nur um die neuen Figuren oder um die bedrohliche Sekte, es geht hier für mich um Freundschaft. Anfang sehen wir das neue Trio Squall, Cifer und Niida als absolut zerstrittene Truppe, jeder mit seinen eigenen Interessen. Am Ende des Zweiteilers ist aus ihnen eine neue Heldentruppe geworden.

Squall ist in dem Kapitel fast immer alleine. Wir folgen ihm überall hin. Ich denke, hier sehen wir, wie abhängig er von Rinoa geworden ist und wie einsam er sich ohne sie fühlt. Wir zeigen ihn von seiner sensibelsten Seite. Die fantastische Kulisse von Deling City erschien mir die geeignete Umgebung dafür zu sein. Vieles fühlt sich wie ein Traum an. Manchmal findet Squall an einem Punkt eine Person, manchmal nicht. Nach 9 Seiten schlägt der Traum in einen Alptraum um. Ab dann ist das Kapitel ein sehr langes "Was wäre wenn Rinoa tot ist..." Kapitel. Für Squall beginnt eine innere Reise, in der er sich am Ende selbst findet. Sein Dilemma erreicht am Anfang des zweiten Teils seinen Höhepunkt, wenn er kurz davor ist, sich umzubringen. Doch er tut es nicht und geht weiter und stellt sich den Gefahren der Welt und findet am Schluss neue Freunde.

Die Idee war ursprünglich eine alte Verschwörergeschichte zu schreiben. Das olle Deling City mit seinen Bars eignete sich am besten. Es sollte mysteriöse Telefonanrufe, Verfolgungen und ein spektakuläres Finale in einer Oper geben, wie in einem Hitchcock Film. Das nun ausgerechnet diese Kapitel zu einem Egotrip werden und die als Egotrip angelegte Kapitel 6 zu einer Krimistory...naja.

Für mich war dieses Kapitel sehr wichtig, weil wir zum ersten Mal vollkommen neue Figuren sehen. Prokylta, eine sehr wichtige Figur in AT und Zed. Lange dachte ich über Prokylta nach. Das Problem ist, dass sie absolut widersprüchliche Eigenschaften verkörpern musste. Sie musste einerseits dämonisch und bedrohlich wirken, andererseits musste es glaubhaft sein, dass sich viele Menschen ihr anschlossen.
Zed entstand eher durch Zufall. In Kapitel 4 sollten Squall und Co. aktiv mit der Sekte konfrontiert werden. Es gab mehrere Momente, in denen das passieren sollte. Letztlich machte ich aus diesen ganzen Handlangern eine Figur. Eigentlich sollte Zed am Ende von 4 sterben, doch ich fand ihn beim Schreiben so passend, dass er überlebte. Zed ist eigentlich eine einzige Homage. Das Konzept der Figur basiert auf der "Akte X" Figur Krycek, sein Vorname Zed kommt von "Pulp Fiction", die Figur teilt ihren Nachnahmen sowohl mit Frank Black, Hauptheld der Serie "Millenium" als auch Sirius Black, die bekannte "Harry Potter" Figur.