FFVIII: Aomes Trianirea - Autoren-Logbuch

Log zu Kapitel 23

Die Narbe

verfasst von MfLuder

Das Verfassen von 23 war interessant, da ich das Kapitel in 2 Blöcken im Abstand von 2 Wochen niedergeschrieben habe.
Zuerst sollte das Kapitel ein Gemeinschaftsprojekt von Shadow und mir werden, doch durch Shadows schulische Verpflichtungen habe ich das Kapitel dann doch alleine verfasst. Wenn wir ein Doppelprojekt machen, teilen uns das Kapitel auf, und zwar nach unseren Stärken im Verfassen.
Shadow z.B. kann fantastisch Actionszenen schreiben und spannende Thrillerstorys erzählen, wie er mehrmals in Kapiteln wie "Drei Worte" und "Am Ende der Fäden" bewiesen hat. Ich bin mehr der Typ, der die Figuren entwickelt und surreale Traumszenen schreibt, die in AT oft vorkommen. Zwar versuchen wir uns weiterzuentwickeln und auch Teile zu verfassen, die eher zu unseren "Schwächen" gehören um uns zu verbessern (Shadow versuchte sich an einer Traumsequenz in "Am Ende der Fäden" und schrieb das ruhige Kapitel "Abschied und Wiedersehen", ich versuchte mich an einer Schlacht in "Der Fall Niida Goodsworth"), doch hier wollten wir ganz auf unsere Stärken setzen.
Ich schrieb also das Kapitel nicht chronologisch. Mein ursprünglicher Part umfasste alle drei Traumszenen, sowie den Einstieg in das Kapitel (bis zum Aufbruch) und ein paar Caris Dialoge. Ich schrieb die Szenen und wartete auf Shadows Part.
Nach zwei Wochen zeichnete sich jedoch ab, dass Shadow, auf Grund seiner schulischen Verpflichtung, einfach nicht die Kraft dazu hatte, sich mit AT zu beschäftigen. Wir beschlossen, dass ich das Kapitel zu Ende führen sollte.
Nun hatte ich mit dem Kapitel jedoch gedanklich abgeschlossen und war bereits bei den nächsten Kapiteln. Also musste ich mich erst wieder in die Atmosphäre und das Kapitel hineinfinden. Dabei fand ich beim Durchlesen meiner Passagen, dass das ganze wie ein Puzzle wirkte. Es gab bereits ein paar Teile, diese mussten jedoch verbunden werden.
Das war gar nicht so übel, weil man einen direkten Punkt hatte, auf dem man zusteuern konnte.
Eine Herausforderung für mich war das Duell mit Caris. Ich habe normalerweise einfach nicht die Geduld, ausgedehnte Actionszenen zu schreiben, doch der Kampf mit Caris sollte die erste große Kampfszene seit langem sein, also kam ich nicht drum herum. Dabei machte ich (und später bei der Korrektur Shadow) mir große Gedanken, wie sich denn genau Caris entwickelt haben sollte. Der Dialog stand bereits, nur musste nun Caris neuer Kampfstil entwickelt werden. Ich wollte ihn dabei nicht zu lächerlich oder zu abgedreht wirken lassen, schließlich ist Caris eine Figur mit einer Geschichte.
Ich erfand verschiedene Situationen und arbeitete sie aus. Der Kern der Sache sollte ein waffenloser Kampf sein, wobei Caris hier stärker sein sollte. Es sollte klar werden, dass Caris überlegen ist und Squall sich am Leben erhält. Nach einer Weile sollte man das Gefühl bekommen, die beiden seien sich ebenbürtig, bis Squall am Ende durch einen Fehler verliert. Ich wollte, dass er fair verliert, da die Situation sich später wiederholen wird und Squall genau den Fehler nicht noch einmal machen sollte. Ich spielte also alle Methoden durch, von Flammenwerfern bis hin zum verwendeten Greifarm.
Der kurze Kampf mit den Deling-Klonen sollte eigentlich eine sehr lustige Sache sein, da es die ganze Diktatur als bloße Marionettenshow bloßstellt. Beim erneuten Durchlesen fällt mir dabei auf, dass die Szene sehr wie der Kampf mit Bob aus dem Kapitel "Teneralem" geworden ist. Im Prinzip passt das ja auch.
Kurz zum Kapitel selbst. Hier ging es darum, verschiedene Teile von AT, die wie ein Mosaik gelegt wurden, zusammenzufassen. Jedes der einzelnen Storyelemente, von der Sekte über Squalls Koma bis hin zu den SL-Buchstaben hat seine eigene Geschichte und sollte hier in einem teilweise neuen Kontext zusammengesetzt werden.
Wichtig fand ich dabei die kurze Erwähnung von Zed Black in der Palast-Szene. Man soll merken, wie groß inzwischen sein Einfluss wird und, vor allem, dass er im Hintergrund operiert. Obwohl Zed nicht wirklich wichtig für das Kapitel ist, denke ich, dass man ihn präsent halten sollte.
Das Kapitel enthält sehr viele Anspielungen auf andere Sachen, wie Filme und andere Games. Ein paar liste ich mal auf:
In der "Teneralem"-Szene befiehlt Kapitän Ikari das SF zurückzufahren. Manche sehen da vielleicht eine Verbindung zu ShadowFlame. Ich hatte hier allerdings das Sternenfeuer aus FF2 im Kopf, dass dort als Antrieb für Schiffe verwendet wurde.
Ikari ist ein Name aus dem Anime/Manga "Neon Genesis Evangelion", von dem ich ein großer Fan bin.
Madnar und Marv sind die Namen zweier Wissenschaftler, die in einem frühen Teil der "Metal Gear" Reihe auftreten. Im MSX Game "Metal Gear 2: Solid Snake", das Snakes Mission in Sansibar abhandelt, sind Madnar und Marv zwei Wissenschaftler. Im Laufe des Spiels stellt sich heraus, dass Madnar Marv vergiftet hat und zu den Bösen gehört. Hier gebe ich Dr. Marv seine kleine "Rache", indem ich ihn in der Hierachie über Madnar stelle und ihn allgemein weiser mache.
Am Ende überlebt Squall dadurch, dass der Feuer-Lacrima in seiner Brust ist. In alten Krimis, vor allem in Filmen von Hitchcock, gibt es oft die Situation, dass der Held einen Schuss überlebt, weil er eine Bibel in der Brusttasche trägt, die die Kugel abfängt.
General Caris neue Techniken sind ein wenig an den Bösewicht aus "Metal Gear Solid 2", Solidus, angelehnt, der Tentakelarme besaß. Ebenfalls stand General Grievous aus "Star Wars" Pate, der als "verdammt schnell" beschrieben wird.