FFVIII: Aomes Trianirea - Autoren-Logbuch

Log zu Kapitel 21

Akzeptanz benötigt Zeit

verfasst von MfLuder

Mit diesem Kapitel wendet sich AT erneut einer neuen Richtung zu. Es war das dritte Kapitel, das eine Episode eröffnet, insofern war ich dieses mal vielleicht ein bisschen entspannter beim Schreiben der ersten Zeilen.
Mit der dritten Episode wollen wir wieder etwas Neues schaffen und AT weitere Facetten hinzufügen. Gleichzeitig sollten die bisherigen Ereignisse nicht bedeutungslos werden. Wie auch bei FF8 jede CD einen eigenen dramaturgischen Aufbau hatte, so führen wir das auch bei AT weiter.
Das mittlerweile 21.Kapitel des FanFics hatte also die Aufgabe Ton und Marschrichtung der neuen Episode festzulegen. Wie immer wird das Kapitel von einem zweiten Kapitel ergänzt werden.
Mehr oder weniger unfreiwillig haben wir dabei eine Struktur festgelegt: Das erste Kapitel der Episode beschäftigt sich mit den Figuren, das zweite mit der Handlung. Dieses Mal wird es nicht ganz so laufen, da der zweite Teil ebenfalls sehr ruhig sein wird.
Die Eröffnungsszene hat eine große Bedeutung für mich. Die Idee, Rinoa am Anfang von Episode 3 kämpfen zu lassen, ist zwar bereits etwas älter (entstand zur Zeit des Episode 2 Finales), dennoch sollte es ursprünglich eine normale Actionszene werden. Nun ist etwas ganz anderes daraus entstanden. Ich war zu der Zeit der Entstehung in einer ähnlichen düsteren Stimmung wie Rinoa. Als ich dann die Szene niedergeschrieben habe, ging's mir wieder etwas besser, weswegen ich sie aus einer kritischen Distanz beschreiben konnte. Dadurch hatte die Episode einen sehr düsteren Start und einen starken Rinoa-Fokus. So wird sie, obwohl sie im Kapitel eine sehr kleine Rolle hat, wesentlich interessanter. Ich denke, dass es wesentlich intensiver ist, wenn wir einen kleinen Blick in ihre Seele bekommen. Dann wird ihre ganze Handlungsweise verständlicher.
Die Squall-Prokylta-Szenen entsprangen aus einem Gefühl heraus, das man in der frühesten Kindheit hat und manchmal auch, wenn man stark krank ist. Ein Gefühl von Abhängigkeit und Eingeschränktheit. Nur hier ist Squall abhängig von seiner größten Feindin.
Das Böse war in FF8 eher eine düstere Masse. Es gab die mysteriöse Hexenarmee, der Staat Galbadia und viele weitere. Artemisia tauchte erst am Ende richtig auf und auch dort hat sie nur ein paar Sätze. Cifer ist der einzige Bösewicht, zu dem man eine Art Verbindung hat.
In FF8 ist das Böse viel persönlicher. Gerade Prokylta, von der wir in diesem Kapitel viel erfahren, hat eine starke Verbindung zu den Hauptcharakteren.
Die Beziehung von Cifer, Rinoa und Prokylta ist etwas, was wir hier nur anschneiden, das aber sehr wichtig für den weiteren Verlauf der Geschichte ist.
Sehr zentral ist die Aussage des Philosophen, dass Squall Seifenblasen platzen lassen muss. Dies ist ein wichtiges Thema von FF8 und AT. Nach und nach werden die Lügen (wie Per Manum) zerstört und man findet ein neues Stück Wahrheit.
Der Philosoph ist eine neue Figur in dem FanFic. Es mag verwirren, dass so spät eine neue Figur eingebaut wird, der vor allem sehr an Fib erinnert, aber man wird später sehen, warum der Philosoph da ist. Im Grunde repräsentieren der Philosoph und Squall zwei Seiten von mir. Insofern ist der Philosoph nicht wirklich eine philosophische Figur, sondern mehr eine psychische. Die Reise, die der Philosoph macht, ist stellvertretend für etwas, dass sehr wichtig für das Ende von AT wird.
Der zweite Plot des Kapitels gehört Laguna. Auch bei ihm kommt es zu einer wichtigen Veränderung. Ich fand es interessant, Vater und Sohn durch eine ähnliche Situation gehen zu lassen und am Schluss eine Verbindung herzustellen. Der Cliffhanger ist natürlich besonders für FF8-Fans interessant, da nun endlich ein Aspekt direkt angesprochen wird, der so nie explizit gesagt wurde.
Squall lernt am Ende wieder gehen. Diese etwas seltsame Lösung des Problems basiert auf dem Prinzip, dass man durch das Annehmen der Situation einen wichtigen Schritt tut. Der erste Schritt zur Heilung ist die Annahme der Diagnose. Auch schwingt hier der Satz "Der Weg ist das Ziel" mit. Squall entscheidet sich voranzugehen. Und dann lernt er laufen. Er befreit sich also selbst aus seiner Situation und wird zum selbstständigen Menschen. Dies ist etwas, was man ständig tun muss. Zwar immer wieder in neuen Zusammenhängen und Bedeutungsebenen, doch letztlich macht dies ein großer Teil des Lernens aus. Squall wird also, wie Cifer in Teneralem, zum Rebellen. Er wird zu einem Rebellen ohne es sein zu wollen. Und das sind doch die besten, oder?
Das Gegenbeispiel ist Prokylta, die sich mit Gewalt gegen die Wahrheit sträubt. Was diese Wahrheit sein wird, wird man später noch sehen...
Ich habe letztens eine Kritik gehört, dass das FanFic zu sehr zerfasert sei, die Geschichte sei nicht aus einem Guss etc.
Es kann sein, dass manchmal dieser Eindruck entsteht, doch das ist beabsichtigt. Wer FF8 spielt, wird feststellen, dass es viele Sachen gibt, die anfangs erwähnt werden und dann mehrere Stunden keine Rolle spielen. (man nehme z.B. Rai-Jin und Fu-Jin, oder die Hexe Adell).
Letztlich wird sich alles zusammenfügen, was auch ein großer Teil der dritten Episode sein wird. Es gibt eine große Geschichte, die sich nach und nach zusammenfügt. Im Prinzip wäre es unklug, bereits jetzt alles zu enthüllen, denn FF8 und AT funktionieren nach dem Seifenblasen- und Puzzle-Prinzip. Irgendwann ergibt sich plötzlich ein Bild. Im Prinzip werfen wir auf eine Sache immer wieder ein neues Licht. Es geht um eine Sache, um eine Thematik, die wir immer wieder neu erzählen.
Die Sache? Verrat ich nicht. Ein Hinweis kann ich aber geben: Aomes Trianirea...