FFVIII: Aomes Trianirea - Autoren-Logbuch

Log zu Kapitel 20

Der Anfang

verfasst von MfLuder

Dies war ein Kapitel, auf das ich mich lange gefreut hatte. Wir wollten die zweite Episode mit etwas ähnlich Dramatischem beschließen, wie die erste Episode und natürlich, wenn es ging, das Finale der ersten übertreffen.
Im ersten Teil des zweiteiligen Finales ging es um die Zusammenführung verschiedener Handlungsstränge und die Entwicklung von Figuren und Charakteren. Am Ende des ersten Kapitels endete der Weg bei Hyne. Am Ende stand die Vernichtung. Die Vernichtung von Niko, die Vernichtung von Per Manum, das Ende einer alten Ära.
So zumindest planten es Prokylta und Co. Dass es dennoch weitergeht, wollten wir im 20. Kapitel zeigen. Denn anstelle der großen Machtergreifung erwartet Prokylta erst einmal heftige Zweifel an ihrem Kurs. Hyne ist geflohen und sie soll nun einen Auftrag zu Ende führen, von dem sie lange geträumt hatte. Genau an diesem Moment des Triumphes kommt ihr Zweifel.
Das letzte Gespräch mit Fib war dieses Schlüsselerlebnis. Ursprünglich redeten die beiden wesentlich mehr um die Geschehnisse in der Welt. In einem zweiten Entwurf wurde dieses Gespräch wesentlich menschlicher und drehte sich um die beiden. Der Konflikt Individualität und Rollenerfüllung läuft nur noch im Hintergrund ab.
Des Weiteren verliert Prokylta drei wichtige Verbündete. Kane und ihre beiden Mitstreiter sterben im Verlauf des Kapitels sehr brutale Tode.
Gerade bei Kane sollte ihr Tod sehr befriedigend wirken. Nachdem sie in den letzten Kapiteln Minuspunkte sammeln durfte, bekommt sie nun noch einmal alles an den Kopf geworfen, bevor sie letztlich endlich den Geist aufgibt. Kane, Kelgar und der Weiße SEED sind Bösewichte, die wirklich nur in Episode 2 von Nöten waren und deswegen sterben müssen. Sie sind das Symbol dafür, dass Prokylta mit ihrem "Tod-Wiedergeburtsplan" sich selbst geschnitten hat, da sie die ersten sind (neben Kadowaki), die deswegen sterben müssen.
Auch für Caris ändert sich einiges. Er kehrt zum Ausgangspunkt seiner Taten zurück, um ein neues Per Manum zu schaffen. Die Szene in der Villa ist für ihn sehr wichtig, da er hier mit seiner Vergangenheit konfrontiert wird. Deswegen sollten Irvine und Skylar auch sehr überraschend auftreten. Ich wollte einfach mal eine Szene aus der Sicht des Bösewichts machen, nicht aus der Sicht der Helden. Dies ist Caris' Szene, Irvine spielt lediglich eine Rolle. Was nun mit Caris passiert ist, wird die Zukunft zeigen.
In der ersten Hälfte des Kapitels wollten wir all die übrig gebliebenen Handlungsstränge von Kapitel 19 zu Ende führen. Man sollte den Kopf klar haben für das, was in der zweiten Hälfte kommt.
Der dramatische Weg, der mit Hynes Enthüllung begonnen hatte, sollte sich hier fortsetzen. Dieses Gefühl, nirgends sicher zu sein, entspringt einer Urangst von mir. Ich bin allgemein sehr ungern krank. Was ich allerdings absolut nicht ausstehen kann, ist, nicht zu Hause krank zu werden und angewiesen zu sein. Man hat irgendwie das Gefühl, man hängt in der Luft. Genau das macht Rinoa durch. Sie ist nicht krank, sie bekommt ein Baby. Dieses Gefühl der Unsicherheit wollte ich vermitteln. Letztlich müssen die Helden sogar den Planeten verlassen. Der Weltraum spielte sowohl in FF8 als auch in AT eine sehr wichtige Rolle. In 8 findet dort die große Liebesszene statt, in AT die Geburt. In beiden Fällen markieren diese Szenen Wendepunkte für die Helden. Vielleicht erinnern sich ein paar Leser noch an Kapitel 6, wo Squall Signale aus dem Weltall empfangen hat, die seinen Namen buchstabieren. Obwohl dies keine direkte Rolle spielt, sollte man diesen Zusammenhang im Auge behalten.
Auch für die Helden schließt sich ein Kreis. Wenn Rinoa am Anfang zusammenbricht und ins Koma fällt, träumt sie den gleichen Traum, wie in Kapitel 1 am Anfang des FanFics. Wer noch mal Kapitel 1 liest, wird feststellen, dass die letzten Zeilen des Kapitels 1 Traums und des 20er Traums identisch sind. Ich wollte damit zeigen, dass sich der unsichtbare Feind endlich zu erkennen gegeben hat. Oder?...
Im Kapitel wird noch mehr mit den Traumformulierungen gespielt.
Am Ende in Squalls letzter Vision taucht Alphega auf und zitiert ebenfalls die ersten Sätze des FanFics und führt sie aber fort. Er stößt die Handlung in eine neue Richtung. Auch der Mann, der "Akzeptanz braucht Zeit" sagt, wird noch eine Rolle spielen. Eben jener Satz wird übrigens der Titel des ersten Episode 3 Kapitels sein. In der Vision finden sich viele Anspielungen auf Episode 3 und die zukünftige Handlung.
Die Endszene war in den Gesprächen zwischen Shadow und mir schon fast legendär. In Kapitel 4 steht sogar ein kleiner Satz (Prokylta erinnert Squall optisch ein wenig an Rinoa), der auf diese Szene hinweist. Und doch sollte man auch das nicht als gegeben hinnehmen. Dass sich die Endszene wie eine Fortführung der Vision liest, ist nicht unabsichtlich...