Der mittlere Teil einer Trilogie ist immer der schwerste. Diesen schönen Satz sagten schon George Lucas und Peter Jackson. Man hat keinen richtigen Anfang und kein richtiges Ende, man muss auf mehreren Hochzeiten tanzen, weil die Figuren meist getrennt sind, etc.
Auch wir haben inzwischen die Mitte unserer "Wege"-Trilogie erreicht.
Shadow hat im ersten Teil hervorragend die Geschichte eingeleitet und mir, als Autor des Mittelteils, eine wunderbare Vorlage gegeben, weil ich schon auf viele Entwicklungen zurückgreifen konnte.
Es mag vielleicht verwundern, warum Cifer dieses mal nur so eine kurze Episode bekam, nachdem er im letzten Kapitel fast 50% des Umfangs verschlang.
Erstens genau aus dem Grund. Cifer durfte nicht noch einmal soviel Platz beanspruchen, weil dann die anderen beiden flach fallen würden und zweitens fand ich es interessant, Cifers aktuelle Position in nur einem Kampf zu charakterisieren. In diesem Xelto-Kampf war es mir wichtig, vor allem Cifers Gedanken darzustellen - nicht nur aus dem Grund, dass im nächsten Kapitel wieder ein Xelto-Kampf kommt, der aller Voraussicht nach etwas actionreicher wird. Da Cifer in seinem Leben eh nur kämpft, fand ich es passend, auch diese Entwicklung in einem Kampf darzustellen. Man kann im Kampf sehr viel Symbolismus sehen. Xelto selbst spielt hier eher eine untergeordnete Rolle. Wichtig ist Cifers Reaktion.
Der Squall Plot war der einzige, den ich quasi erst einführen musste. Er war eine sehr riskante Angelegenheit, da viel geredet wird und wenig passiert. Hier zeigte sich das Problem der Trilogie. Obwohl wir uns aus der Haupthandlung momentan ausklinken, passiert jedoch trotzdem sehr viel. Gerade bei Squall mussten wir das berücksichtigen. Die sehr wichtigen philosophischen Äußerungen (fast schon die theoretische Basis von AT) durften nicht im Raum stehen bleiben, sondern mussten mit der Geschichte verbunden werden. Also nutzte ich die Gelegenheiten viele Fragen zu beantworten, jedoch auch indirekt neue zu stellen. Ich finde schon irgendwie ironisch, dass Squall und der frisch gekrönte Älteste über kosmische Ereignisse diskutieren, während sie sich im Inneren der Erde befinden.
Der Rinoa Plot gefällt mir fast am Besten von den dreien. Das Schöne bei unserer momentanen Erzählweise ist, dass wir quasi in einem Kapitel dreimal soviel Handlung unterbringen können als normal und vor allem dass wir uns auf die einzelnen Figuren konzentrieren können. Eine Figur wie Aloin z.B. dem ganzen Trio begegnen zu lassen, wäre unklug an der Stelle, weil er am Anfang vor allem für Rinoa interessant ist...wie man vor allem am Ende des Kapitels erkennen kann.
Es war für mich wichtig, Hyne als Menschen wieder einzuführen. Der Leser kennt ihn bisher nur als mordende Maschine. Nun tritt er als perfekter Gentleman wieder auf. Ich fand es wichtig, Aloins wahre Identität möglichst früh zu enthüllen, weil sonst die Figur stehengeblieben wäre. Somit bekommt Aloin den Charakter eines Doppelagenten.
Apropos Agenten, diese spielen eine sehr große Rolle im Kapitel. Zed Black hat in dem Kapitel seinen ersten großen Auftritt seit Kapitel 7. Zwar war er in Kapitel 10 kurz zu sehen, jedoch ging es dabei nur darum, dass man wusste, wo er momentan ist. Ich denke, der kurze Zed-Saiter Dialog ist insgesamt sehr wichtig, da er gleich drei Dinge zeigt. Er bringt Ordnung in diese Landschaft voller Bösewichte und erlaubt es einem, die ganzen Gegenspieler verschiedener Gruppierungen zuzuordnen (symbolisiert durch die Wahl). Zweitens charakterisiert die Szene Zed Black sehr gut und zeigt ihm zum ersten Mal in seinem wahren Charakter. Und drittens werden auch hier viele Fragen beantwortet, z.B. warum Zed in 7 unbedingt Squalls Aufzeichnungen wollte.
Auch Rinoa macht in ihrer Episode eine große Veränderung durch. Das Kapitel charakterisiert ihre Figur vermutlich bis jetzt am Stärksten. Ihr Alleinsein erinnert sehr stark an Squalls Deling Reise aus 3 und 4. Nur bei Rinoa wird die Situation dadurch verschärft, dass Aloin auftaucht und ihr Hilfe anbietet. Ohne dass sie es merkt, geht sie einen kleinen Pakt mit dem Bösen ein.
Tja, zum Abschluss ein kleines Wort zu den Kulissen. Man wird hier eine Vielzahl von sehr spektakulären und surrealen Handlungsorten finden. Ich fand, dass es wichtig war, den inneren Reisen der Figuren eine entsprechende Kulisse zu geben.
Und darum geht es in dem Kapitel. Es ist Querschnitt durch die Welt von AT. AT ist ein eigenständiges Werk geworden, das auf FF8 basiert, aber sonst nun seine vollkommen eigene Geschichte hat. Das Kapitel vereint alle Genres und Facetten, die AT zu bieten hat, nur Monsteraction fehlt. Es bringt das FanFic in seinem jetzigen Stadium auf den Punkt.
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